Spiele mit Licht und Schatten: fast gratis, sehr erleuchtend

Spiele mit Licht und Schatten: fast gratis, sehr erleuchtend


6 min Lesezeit

Es kostet wenig oder gar nichts – und macht richtig viel Spaß: das Spielen und Experimentieren mit Licht und Schatten. Hier findet ihr unsere 7 liebsten Ideen dazu.

Was wir Großen oft nicht mal mehr sehen, wirft für unsere Kinder Fragen über Fragen auf: Wie entsteht ein Regenbogen, warum ist mein Schatten abends länger als zu Mittag – und warum sehe ich die Sterne nur in der Nacht? Während einfache Experimente rund um Licht und Schatten schlaue Antworten geben, lockert so manches Spiel das Schattenreich auf. Ein paar dieser lichten Ideen haben wir für euch eingefangen.

7 Ideen für lichtvolle Experimente & schattige Spiele

1. Mini-Regenbogen in der Schüssel
Ein Regenbogen entsteht, wenn bei Regen die Sonne lacht. Denn das Sonnenlicht wird von den unzähligen Wassertröpfchen reflektiert, die als winzige Prismen das Licht brechen und in seine Spektralfarben zerlegen. Von den rund 300 Spektralfarben, die wir sehen könnten, erscheinen dann die typischen sieben Regenbogen-Farben Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Indigo und Violett. Den eigenen Regenbogen zaubern wir entweder an einem sonnigen Tag mit dem Gartenschlauch – oder ganz einfach mit einer Schüssel. Füllt also eine flache Schüssel mit Wasser und setzt einen Handspiegel an eine Seite. Die Kinder leuchten mit einer Taschenlampe auf das Wasser und einen kleinen Teil des Spiegels. Dann halten sie ein weißes Blatt Papier vor den Spiegel. Und versuchen so, das reflektierte Licht, sprich: den ganz persönlichen Mini-Regenbogen einzufangen. Noch simplere Regenbogen-Studien: Richtet die Taschenlampe auf ein Glas Wasser oder eine CD.

2. Bunte Lampen zaubern bunte Schatten
Beleuchtet mit einer grünen und einer roten Glühlampe eine weiße Fläche, wie eine Wand. (Wenn ihr keine Partyleuchten zur Hand habt, könnt ihr auch normale Glühbirnen entsprechend mit Glasfarben bemalen. Okay, die habt ihr jetzt so spontan auch nicht daheim – dann leuchtet durch jeweils ein Stück grüne und rote Folie durch.) Dreht die Lampen auf. Stellt jetzt zwischen Lampen und Wand einen Gegenstand oder haltet die Hand dazwischen. Jetzt habt ihr einen grünen Schatten, wo kein rotes Licht mehr zur Wand kommt – und umgekehrt. Wo weder rotes noch grünes Licht die Wand erreicht, ist der Schatten so dunkel wie immer. Das Phänomen von – natürlich vorkommenden – farbigen Schatten hat übrigens Goethe in seiner Farbenlehre sehr eingehend bearbeitet. Nur so als Tipp, falls ihr im Gespräch mit den Kindern einen passenden Übergang von Physik zu Literatur und Philosophie sucht.

3. Der Klassiker: Schattenfiguren machen Theater
Licht aus, Spot an – Schattenfiguren los! Mit den Händen vor der Lampe könnt ihr an einer Wand nach Wahl jederzeit schattige Hunde, Hasen und Hähne formen (wenn ihr es könnt). Aber auch Spielfiguren und Plüschtiere ergeben tolle Schattenfiguren. Und keine Sorge: Eine witzige Handlung ist auch ohne akribisch vorbereitetes Drehbuch immer schnell gefunden. Meist jagen sich die Schatten einfach kreuz und quer über die Wand oder den Fußboden. Besonders toll, wenn sie dabei über Maschendraht-Zäune springen können – die richtigen Schatten dafür machen unsere formschön gewabten Bioblo Bauklötze.

4. Ein Tag im Leben eines Schattens
Sucht euch einen sonnigen Platz irgendwo draußen, wo ihr am Boden mit Straßenkreide malen könnt. Besucht den Platz im Laufe eines sonnigen Tages in der Früh, zu Mittag und am Abend. Jeder sucht sich einen exakten Punkt zum Draufstellen. Malt jetzt jeweils den Schatten eurer Kinder mit der Kreide am Boden nach oder lasst von ihnen euren eigenen Schatten nachmalen. Benutzt zu jeder Tageszeit eine andere Farbe, z.B. Rot in der Früh, mittags Gelb und abends dann Blau (oder wie ihr wollt). Am Abend schaut ihr euch gemeinsam die unterschiedliche Schattenparade an. Jetzt könnt ihr Folgendes sehr anschaulich erklären: Je höher die Sonne steht, desto steiler fällt das Sonnenlicht herunter. Und desto kürzer ist dann auch der Schatten. Und darum ist er zu Mittag, wenn die Sonne bekanntermaßen am höchsten steht, am kürzesten.

5. Röntgen light
Nehmt euer LED-Leselicht oder eine andere kleine gute Taschenlampe. Haltet das Licht von hinten dicht an eure Hand oder Zehe, in die Mundhöhle (ein bisschen grauslich, aber halt auch cool) oder ans Ohr. Naturgemäß ist der Nachwuchs begeistert, wenn plötzlich Knochen, Knöcheln und Adern sichtbar werden. Und will sofort all seine eigenen Finger und so weiter beleuchten. Nebeneffekt: Das veranschaulicht gleich gut, dass unser Körper teilweise recht lichtdurchlässig ist.

6. Kreative Schattenbilder malen
Auf den vorderen Rand von einem möglichst großen Blatt Papier stellt ihr ein Lieblingsspielzeug (oder bittet ein Haustier, kurz dort Platz zu nehmen). Leuchtet das Model jetzt von vorn mit einer Taschenlampe an, während die Kinder den Umriss des Schattens auf dem Papier abzeichnen. Danach können sie die Umrisse kunterbunt ausmalen. Wenn ihr eher kopflastig seid: Klebt genügend Blätter Papier an eine Wand, stellt euch als Familienmitglieder nacheinander davor und lasst euch mit der Lampe anstrahlen. Ein jeweils Dritter malt dann den Umriss des jeweiligen Kopfes ab. Die weitere kreative Gestaltung dieser Porträts liegt dann voll und ganz in den Händen der sicher ideenreichen Kinder.

7. Nachtlicht & Disco-Turm
Eine schöne Spielerei mit Licht und Schatten liefert auch ein selbstkreiertes - und sehr wandelbares - Nachtlicht aus Bioblos, bei dem die Bausteine einfach um eine Lampe herum gebaut werden. Oder besonders hammermäßig: die sich drehende Discokugel im Bioblo-Turm. Nachmachen lohnt sich, ihr werdet Augen machen!

Hattet ihr auch schon spielerisch lichtvolle Momente (mit oder ohne Bioblo)? Cool! Schickt uns gerne eure eigenen Licht-und-Schatten-Tipps – oder hinterlasst uns gleich hier euren Kommentar.

Fotos: Bioblo, Jugar i Jugar (Cover-Foto)


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